Unsere Gedanken und Gebete sind auch bei den Verletzten und ihren Angehörigen in Volkmarsen

Volkmarsen/Kassel (epd/medio). Nach den schrecklichen Ereignissen beim gestrigen Rosenmontagsumzug in Volkmarsen laden die Kirchen heute Abend (25.02) um 18 Uhr zu einem ökumenischen Gottesdienst in die Pfarrkirche St. Marien ein. An dem Gottesdienst werden auch die Bischöfin Dr. Beate Hofmann (EKKW) und Bischof Dr. Michael Gerber (Bistum Fulda) teilnehmen. 

Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck und das Bistum Fulda haben sich über die Ereignisse in Volkmarsen bestürzt gezeigt. «Ich bin zutiefst erschüttert über die Tat in Volkmarsen, die friedlich feiernde Menschen getroffen hat. Meine Gedanken und Gebete sind bei den Verletzten und ihren Angehörigen», sagte Bischöfin Beate Hofmann am Montagabend in Kassel. Sie wünsche den Betroffenen viel Kraft und hoffe, dass sie, auch durch kirchliche Unterstützung, die Begleitung fänden, die sie jetzt bräuchten.

Bischof Michael Gerber zeigte sich ebenfalls tief betroffen. Innerhalb von nur fünf Tagen sei erneut ein Ort im Bistum von schrecklichem Leid heimgesucht worden, sagte er. «Meine Gedanken und Gebete sind bei den Verletzten und ihren Familien, die Schaden an Leib und Seele erlitten haben. Ihnen spreche ich im Namen aller Gläubigen des Bistums Fulda unsere Solidarität aus».

Bereits am Montagabend waren viele Pfarrerinnen und Pfarrer vor Ort. Zeitweise seien bis zu 17 Notfallseelsorger im Einsatz gewesen, sagte Dekanin Eva Brinke Kriebel vom Kirchenkreis Twiste-Eisenberg der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Gegenwärtig seien noch fünf Seelsorger vor Ort und stünden als Ansprechpartner zur Verfügung.

Hintergrund

Im nordhessischen Volkmarsen war am Rosenmontag gegen 14.45 Uhr ein 29-jähriger deutscher Staatsangehöriger mit einem Auto in eine Personengruppe beim Rosenmontagszug gefahren. Wie die Polizei in Kassel mitteilte, wurden 52 Personen verletzt, darunter 18 Kinder.Derzeit befinden sich den Angaben zufolge noch 35 Menschen in stationärer Behandlung im Krankenhaus. 17 weitere konnten das Krankenhaus wieder verlassen. Am Montagabend war zunächst von 30 Verletzten die Rede gewesen. Nach den derzeitigen Erkenntnissen sei der Mann mit hoher Geschwindigkeit gefahren, teilte der Sprecher des hessischen Innenministeriums Michael Schaich am Montagabend mit. Der Fahrer sei zurzeit nicht vernehmungsfähig. (25.02.2020)