Aktuelles

KuBuTA: Spielolympiade und Bastelaktionen am 7. November

17. Oktober 2020 by ekro Posted in: Aktuelles, Einladungen, Kubuta

„Kunterbunter Erlebnistag für Kinder“ für Kinder von 7-11 Jahren

Am Samstag,7.11.2020 von 13 bis 15 Uhr versammeln sich die Kinder im evangelischen Gemeindehaus in der Gartenstraße 2, zum kunterbunten Erlebnistag. Wir treffen uns zur einer Spielolympiade und Bastelaktionen. Aufgrund der aktuellen Bestimmungen sollte jedes Kind sein eigenes Material mitbringen. Wegen der aktuellen Pandemieentwicklung werden wir selbstverständlich auf die üblichen Regeln achten. Daher ist die Zahl der Kinder, die teilnehmen können, auf maximal acht begrenzt. Auf Grund der derzeitigen Corona Pandemie und den sich stetig ändernden Auflagen, informieren wir Sie, falls wir „KubuTA“ absagen sollten.

Was ist mitzubringen?

  • Mund-Nasen Schutz
  • 2 leere Toiletten Papier Rolle
  • 1 Flasche Kleber
  • 1 Schere
  • Buntstifte (grün, rot, schwarz)
  • diverse Filzstifte, um Papier anzumalen
  • Bleistift, Radiergummi, Spitzer
  • Getränk
  • Rucksack

Neugierig geworden? Dann bitte bis 2.11.20 anmelden. Eine Anmeldung ist per eMail möglich. Bei weiteren Fragen steht gerne Jugendreferent Herr Deuer unter Telefon 06184-55128 oder per eMail unter: dieter.deuer@ekro.de zur Verfügung.

„Lasst euch erneuern“

16. Oktober 2020 by Pia Härtel Posted in: Aktuelles, Glaube & Leben, Gottesdienste

„Legt eure frühere Lebensweise ab! Ja, legt den ganzen alten Menschen ab, der seinen Begierden folgt! Die betrügen ihn nur und führen ihn ins Verderben. Lasst euch in eurem Denken erneuern durch den Geist, der euch geschenkt ist.“ (Epheser 4,22-23)

So schreibt ein Schüler des Apostels Paulus in seinem Brief an die jungen christlichen Gemeinden in Ephesus und anderswo. Offenbar hatte er allen Grund dazu, denn auch die frühen Christinnen und Christen, die den Schwung des neuen Glaubens noch hautnah spürten, wurden vom Alltag eingeholt. Und in dem gab es neben dem Anspruch des liebevollen Miteinanders auch Misstöne, Neid und Streit. Auch sie waren eben Menschen wie du und ich.

Es war also an der Zeit, sich mit einem Rundbrief einzumischen. Christ sein und so tun, als habe die Lehre Jesu auf die eigene Lebensgestaltung keinerlei Einfluss, das passt nicht zusammen. Wer getauft ist, wer mit dem Geist Jesus Christi beschenkt wurde, der ist berufen, anderen Normen und Werten zu folgen als denen, die nur einem selber Spaß, Vorteil, Ansehen und Macht verheißen. Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe lauten die neuen Maßgaben, und die verlangen beharrliches Einüben – und manchmal eine radikale Änderung des Denkens und des Verhaltens. Es geht um Veränderung im Verhalten untereinander. Weg von Hauen und Stechen gegeneinander und hin zu einem menschlichen, liebevollen, christlichen Umgang miteinander. Und das ist auch eine ganz aktuelle Frage.

Vier Dinge braucht es, wenn die Erneuerung, das Anders-Machen klappen soll: Erstens den Verstand und das Nachdenken. Denn sich darüber klar zu werden, was ist, ist der erste Schritt. „Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung.“ So formuliert es das Sprichwort.

Veränderung ist aber auch Willenssache. Nachdenken und Selbsterkenntnis sind nicht genug. Man muss sich auch anders verhalten wollen. Und dazu muss man manchmal auch schweren Herzens aus seinen alten Bahnen aussteigen.

Zum Dritten gehört aber auch das Herz dazu, das Gefühl. Denn die Gefühle bestimmen uns, ob wir wollen oder nicht. Und wenn wir etwas gegen unser Gefühl, gegen unsere innere Eingebung tun, dann wird es schief und gelingt nicht.

Und schließlich sind wir zur Erneuerung ermutigt durch Gott und seinen Heiligen Geist. Und das ist dem Schreiber des Epheserbriefes ganz wichtig. Denn die Art und Weise, wie Jesus mit den Menschen umgegangen ist, aufgeschlossen, liebevoll, heilend, sollte auch für unser Zusammenleben Maßstab und Ziel sein. Das Vertrauen darauf, dass das Gottes Willen entspricht, kann uns die Kraft und die Ausdauer dazu geben.
Bildquelle: www.pxhere.com 

Mit den besten Wünschen, und bleiben Sie behütet!
Pfarrer Michael Ebersohn

Mittagsgebet

Herr, unser Gott, wir wenden uns an dich mit unseren Bitten für die Welt,
für die Menschen und die Geschöpfe in ihr.
Lass alle Menschen hören, dass du es gut mit uns meinst.

Wende dich den Kranken und den Sterbenden zu:
Schenke ihnen Hoffnung.

Wende dich den Armen, Verlassenen und Verbitterten zu:
Schenke ihnen ein Wort, das sie bereichert.

Wende dich den Regierenden zu,
denen, die Verantwortung tragen und Lasten für die Gemeinschaft:
Schenke ihnen ein Wort der Weisheit.

Wende dich denen zu, die im Dienst an anderen Menschen und Geschöpfen stehen,
die sich einsetzen für Frieden und Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung:
Schenke ihnen ein Wort der Ermutigung.

Wende dich denen zu, die dich verloren haben, die keinen Weg mehr sehen für ihr Leben
oder die sogar schon völlig in die Irre gegangen sind:
Schenke ihnen ein Wort, das sie leitet.

Wende dich uns zu, die wir dich suchen
und die wir mit deinem Wort unser Leben miteinander gestalten müssen:
Lass uns Worte finden, die Gräben überwinden
und Liebe und Versöhnung möglich machen.

Amen

30 Jahre deutsche Wiedervereinigung

9. Oktober 2020 by Pia Härtel Posted in: Aktuelles, Glaube & Leben, Gottesdienste

Liebe Leserinnen und Leser,

zum 30. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung erinnern wir uns an die mutigen Schritte der Menschen in der ehemaligen DDR. Sie sind für ihre Freiheit und für eine demokratische Gesellschaftsordnung friedlich und mit Erfolg auf die Straße gegangen und haben in den Kirchen gebetet. Ich bin dankbar für diese friedliche Revolution.

Auch heute gehen wieder Menschen zu tausenden friedlich für Demokratie und gegen ein diktatorisches Regime auf die Straße, wie gegenwärtig in Belarus oder in Hongkong. Die Sorge um die Menschen in beiden Ländern beschäftigt mich und viele andere seit Tagen und Wochen. Die Zeiten haben sich gewandelt. Dem Protest stehen Staaten entgegen, die bereit scheinen, ihre Macht und ihre Interessen bis aufs Letzte zu verteidigen. Und wir schauen hilflos zu.

Ja, die Zeiten haben sich gewandelt. Ich muss hier nicht über Trump und Putin, die chinesische Führung und ein zerstrittenes Europa schreiben. Wer die Nachrichten verfolgt, weiß um den Zustand der Welt. Es ist so gar nichts mehr von Aufbruch zu spüren, ganz im Gegenteil. Der Tag der Deutschen Einheit macht mir aber Mut, trotzdem an meinem Platz zu schauen, wo kann ich mehr Demokratie leben. Doch mir scheint nicht nur in der Weltpolitik, sondern auch in unserem Alltag kommt dies zu kurz. Dabei gibt es in unserer Gemeinde und meiner Kirche genug zu tun. Aber wie schnell werden Meinungen einfach rausgehauen, Argumente als „Fake News“ und Widerspruch als „Unterdrückung der Meinungsfreiheit“ verleugnet. Dabei lebt Demokratie vom Widerspruch. Nur müssen auch alle den Widerspruch aushalten – auch die, die gerne laut „dagegen“ sind.

All die Schwierigkeiten und Herausforderungen, vor denen wir stehen, lösen wir nur im Miteinander. Dazu gehört der Streit der Argumente, die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen und am Ende einen guten Ausgleich der Interessen zu finden. Nur so kommen wir voran. Ich will deshalb diesen 30. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung als Motivation dafür nehmen, mehr Demokratie zu wagen.
(Foto: Gert Altmann, Pixabay).

Bleiben Sie behütet!
Pfarrer Heinrich Schwarz

Mittagsgebet

Gott, wir danken dir für die Einheit, die in unserem Land gewachsen ist in den letzten 30 Jahren. Was war das für ein Aufbruch damals: Menschen gingen auf die Straße, sie traten ein für Freiheit und Recht, mit Gebeten und Liedern gegen Panzer und Gewehre – und die Mauern fielen.

Jetzt sehen wir solche Bilder aus Belarus. Woche für Woche stehen Tausende auf für ein anderes Leben. Wir bitten dich um ein Ende der Gewalt, um Freiheit für die politischen Gefangenen. Lass die friedliche Veränderung der Gesellschaft gelingen. Erhalte den Mut der Frauen, die das Ende von Unrecht und Diktatur fordern. Stärke die vielen, die für ein freies, gemeinsam und selbst bestimmtes Leben eintreten – in diesem europäischen Land zwischen den Blöcken.

Propst Helmut Wöllenstein

„Erntedankfest to go“

4. Oktober 2020 by Pia Härtel Posted in: Aktuelles, Veranstaltungen

Das Wetter war leider bescheiden. Dennoch konnten wir mit knapp 80 Besucherinnen und Besuchern und genügend Abstand zueinander vor der Kirche mit Pfarrerin Katharina Bärenfänger eine schöne Erntedank-Andacht feiern. Rike Alpermann-Wolf am Klavier und Carmen Schuckert als Sängerin haben uns bei den Liedern mitswingen lassen – mitsingen ist ja leider noch nicht möglich.

In der Kirche war der Erntedankaltar mit Äpfeln, Kartoffeln, Blumen und Früchten geschmückt. Nach der Andacht hatten wir Gelegenheit ihn anzuschauen und innezuhalten. Wem danken wir in diesem Jahr besonders? Pfarrerin Bärenfänger ermutigte die Besucherinnen und Besuchern etwas von diesen Erntedankgaben mitzunehmen und Menschen zu schenken, denen wir einfach einmal Danke sagen wollen.

Auch unser „Erntedankfest to go“ im Hof des Kirchentreffs mit der stets leckeren Erbsensuppe vom DRK, den tollen selbstgemachten Kuchen und Torten und den Handarbeiten der Frauenhilfe hatte regen Zulauf. Allen, die sich trotz des kühlen Wetters zu uns auf den Weg gemacht haben sowie allen, die sich rund um diesen Tag engagiert haben sagen wir herzlich Danke!
Wir freuen uns auf das Erntedankfest im kommenden Jahr.

Öffentliches Bekenntnis

2. Oktober 2020 by Pia Härtel Posted in: Aktuelles, Glaube & Leben, Gottesdienste

Liebe Leserin, lieber Leser,

„Wir werden sie jagen!“ Das ist die Haltung, mit der in einer Wettbewerbsdemokratie Politik gemacht wird. Wer sich mit seiner Meinung in die Öffentlichkeit begibt, muss sich warm anziehen. Es lauern außerhalb, aber auch innerhalb einer Partei immer auch solche, die nur auf einen Fehler warten, um ihn zu skandalisieren. Das Vervielfältigungspotential digitaler Medien ist gigantisch.

Der Widersacher – wenn auch kein Löwe, so doch ein böses Tier – hat viele Köpfe und noch mehr Zungen, die einen Shitstorm über dich bringen können. Da braucht es Menschen mit einer klaren Haltung. Nicht taktieren, um zu gefallen. Kein Opportunismus, um die Starken auf seine Seite zu haben. Das ist nicht leicht, aber letztlich überzeugend. Denn man spürt es, ob einer um seiner selbst willen Politik macht, oder weil sein Herz brennt für das Wohlergehen der Vielen. Man spürt es, ob einer mit einer Grundgelassenheit an den Start geht. Einer, der sich lassen kann und sich verlassen kann auf den Gott, der allem Leben Würde und Ehre gibt.

Öffentliches Bekenntnis

Ja, Christen sollten auch Politik machen, gerade in dieser Zeit, da das relative Gut freiheitlicher Demokratie erodiert. Es braucht in unseren Breiten niemand Verfolgung fürchten wegen seines Glaubens. Umso wichtiger ist es, dass Menschen sich öffentlich bekennen. Nicht pausbäckig und naiv, aber doch mit klarer Haltung und sachgemäß, getragen von einem getrösteten Christusglauben. In der digitalen Kommunikation mit multiplen Sendern und Empfängern fallen auch die Glaubensbekenntnisse meist sehr persönlich aus. Sie sind oft überzeugender als offizielle Verlautbarungen der Kirchen, weil sie von individueller Erfahrung gesättigt sind.

Institutionenkritik ist derzeit so en vogue, dass es schon wieder einen charmanten Unterschied macht, wenn der Einzelne sich nicht nur mit seiner Privatmeinung bekennt, sondern seine Internetbotschaft so labelt, dass er auch für die Gemeinschaft der Gläubigen spricht; warum nicht auch für seine Kirchengemeinde in Rodenbach oder seine Landeskirche Kurhessen-Waldeck?

Haltung und Gelassenheit

Mag sein, es wird dafür belächelt oder angefeindet, vielleicht aber auch bewundert. Im besten Fall löst aufrichtige Demut im öffentlichen Bekenntnis zumindest ein Nachdenken darüber aus, was letztlich wirklich wichtig ist.

Wo Halt im Leben und Sterben zu finden ist, und Glück und Zufriedenheit, unabhängig davon, ob es mir gut geht oder nicht. Glaube und Demokratie haben eins gemeinsam: Sie lassen sich nicht mehr von oben her verordnen. Sie haben Teil an einem Selbstverständnisprozess in der Gesellschaft. Die Bedrohung in unseren Tagen geht weniger von einem brüllenden Löwen aus; eher sind es die schwarzen Löcher von Ignoranz und Gleichgültigkeit, die zur Bedrohung werden. Es ist ein gottvergessener Hochmut. Den zu widerstehen, nicht mit Aktionismus, sondern mit Gelassenheit und Haltung.

Bleiben Sie behütet!
Ihr Bernd Schminke
Prädikant und Vorsitzender des Kirchenvorstandes

Mittagsgebet

Ich glaube an Gott, der Liebe ist,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Ich glaube an Jesus,
sein menschgewordenes Wort,
den Messias der Bedrängten und Unterdrückten,
der das Reich Gottes verkündet hat und gekreuzigt wurde,
ausgeliefert wie wir der Macht des Todes,
aber am dritten Tag auferstanden,
um weiterzuwirken für unsere Befreiung,
bis dass Gott alles in allem sein wird.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
der uns zu Mitstreitern des Auferstandenen macht,
zu Brüdern und Schwestern derer,
die für Gerechtigkeit kämpfen und leiden.

Ich glaube an die Gemeinschaft der weltweiten Kirche,
an die Vergebung der Sünden,
an den Frieden auf Erden,
für den zu arbeiten Sinn hat,
und an eine Erfüllung des Lebens
über unser Leben hinaus.

Amen.

(Kurt Marti)

Danken kommt von Denken

25. September 2020 by Pia Härtel Posted in: Aktuelles, Glaube & Leben, Gottesdienste

Die Zeit der Kartoffelernte. Sie war für mich als Kind immer eine besonders schöne Zeit. Mit meiner Oma zusammen auf dem Gartenland. Meter um Meter wurde gehackt und geerntet. Manche Kartoffel so dick wie gleich drei auf einmal. Und dann wieder winzig kleine Babykartoffeln. Spätere „Butterkartöffelchen“ aus der Pfanne. Die mochte ich besonders gerne. Jede Kartoffel wurde einem der vier großen Haufen zugeordnet: Salzkartoffeln – Pellkartoffeln – Butterkartöffelchen – und ein Haufen mit besonders prachtvollen Kartoffelexemplaren. Immer wieder verglich ich meine Kartoffelfunde mit den unterschiedlichen Größen und fragte mich, ob ich nun gerade eine Salzkartoffel oder eine Pellkartoffel ausgebuddelt hatte.

„Vorsichtig musst du mit der Hacke sein“, mahnte meine Oma mich. „Wenn du die Kartoffeln spaltest oder verletzt, lassen sie sich nicht mehr einlagern“. Ich kam damals aus dem Staunen nicht mehr heraus: Wie konnte es sein, einfach so Kartoffel, um Kartoffel aus dem Erdreich auszubuddeln zu können? Ich konnte mir schier nicht erklären, wie aus unseren Pflanzkartoffeln vom Frühjahr nun solche Schätze im Erdreich hatten wachsen können.

Der krönende Abschluss des Erntetages war dann das Kartoffelfeuer – und die erste frisch gegarte Kartoffel aus dem Feuer. So gut schmeckten die Kartoffeln nur an diesem Tag!

Nach und nach wurde ich älter. Die Kartoffelernte immer mehr zu einer eben notwendigen Arbeit. Auch, weil es mir selbstverständlicher wurde, dass unser Kartoffelland im Herbst eben schöne dicke Kartoffeln hergab. Es war halt die Zeit dafür. Es war der Lauf der Natur. Ich gewöhnte mich. Und hörte auf zu staunen. Fast wurde es mir ein bisschen schwer, mich über unsere Ernteerträge tatsächlich noch von Herzen zu freuen. Was war passiert?

Ich höre meine Großmutter noch sagen: „Hm, dieses Mal ist aber viel Kleines dabei.“ Und: „Dieses Mal kommen wir mit unseren Kartoffeln wohl nicht hin. Da werden wir noch zukaufen müssen. Naja, ich will mal sehen…“. Und ohne es zu merken, ist mit dem Älterwerden dieser Blick wohl auch ein bisschen zu meinem Blick geworden: Der Blick des Messens und Vergleichens. Und der Gedanke: „Naja, ein bisschen mehr hätte es schon sein dürfen“.

Zu danken wird auf einmal mühsam. Weil das kindliche Staunen fehlt. Weil die intuitive Freude über das fehlt, was ich da in meinen Händen halte – und doch mit meinen Händen niemals hätte schaffen können. Nein, es braucht so viel mehr als Pflanzkartoffeln und fruchtbare Erde. So viel mehr als anhäufeln, auflockern und dann ernten. Es brauchte die rechte Mischung aus Regen und Sonne. Aus Wärme und Kühle. Es braucht gute Böden und Mikroorganismen, die ihre Arbeit tun. Es brauchte Wachstumsprozesse.

In dieser Woche feiern wir Erntedank. Wie also kommen wir auch als Erwachsene dahin, dankbar zu sein?

„Danken“ kommt von „denken“. Wer nachdenkt, fängt an zu danken. Und wer Gott dankt, denkt weiter. Und denkt nicht nur weiter, sondern sieht auch weiter. Und schärfer. Und bekommt die Menschen in den Blick, durch die Gott uns versorgt und am Leben erhält. Zu einem: „Gott sei Dank!“ gehört deswegen immer auch ein: „Mensch sei Dank!“

Ihre Pfarrerin
Katharina Bärenfänger

Mittagsgebet

Lobe den Herrn, meine Seele!
Herr, mein Gott, du bist sehr herrlich;
du bist schön und prächtig geschmückt.
Licht ist dein Kleid, das du anhast.

Du breitest den Himmel aus wie einen Teppich;
der du das Erdreich gegründet hast auf festen Boden,
dass es bleibt immer und ewiglich.
Du feuchtest die Berge von oben her,
du machst das Land voll Früchte, die du schaffest.

Du lässest Gras wachsen für das Vieh
und Saat zu Nutz den Menschen,
dass du Brot aus der Erde hervorbringst,
dass der Wein erfreue des Menschen Herz
und sein Antlitz schön werde vom Öl,
und das Brot des Menschen Herz stärke.

Herr, wie sind deine Werke so groß und viel!
Du hast sie alle weise geordnet,
und die Erde ist voll deiner Güter.

Es warten alle auf dich,
dass du ihnen Speise gebest zur rechten Zeit.
Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie;
wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gutem gesättigt.

Verbirgst du dein Angesicht, so erschrecken sie;
nimmst du weg ihren Odem, so vergehen sie und werden
wieder Staub.
Du sendest aus deinen Odem, so werden sie geschaffen,
und du machst neu die Gestalt der Erde.

Die Herrlichkeit des Herrn bleibe ewiglich,
der Herr freue sich seiner Werke!
Ich will dem Herrn singen mein Leben lang
und meinen Gott loben, solange ich bin.

Lobe den Herrn, meine Seele!
Halleluja!

Erntedankfest am 27.September

19. September 2020 by Pia Härtel Posted in: Aktuelles, Veranstaltungen

So viel ist in diesem Jahr anders. Voller Sorge blicken viele Menschen in die Zukunft. Was wird sie unter der Last der Pandemie bringen – im Beruf, der Familie, der Gesundheit? Dennoch gibt es Grund genug hoffnungsvoll nach vorne zu sehen. Der Zusammenhalt der Gesellschaft hat sich in den letzten Monaten bewährt, trotz mancher Proteste. Im weltweiten Vergleich sind wir bisher recht glimpflich davongekommen – Trotz Leid und Tod auch bei uns, auch das wollen wir nicht verschweigen. Dennoch gibt es auch in diesem Jahr genug Grund Danke zu sagen. Gerade in diesem Jahr. Deswegen feiern wir Erntedank – anders als in den Jahren zuvor, aber hoffentlich zusammen mit Ihnen!

Wir laden Sie ein zur
Erntedank-Andacht am kommenden Sonntag, 27. September
um 10 Uhr
auf der Kirchstraße vor unserer Evangelischen Kirche.

Im Anschluss gibt es „Mittagessen und Kuchen TO GO“ im Hof des Kirchentreffs im Heimatmuseum. Bitte bringen Sie ein geeignetes Behältnis mit.
Der Erlös aus dem Verkauf ist bestimmt für die Sanierung unseres Gemeindehauses.

Wir freuen uns auf diesen besonderen Tag mit Ihnen!

Ihre Evangelische Kirchengemeinde Rodenbach

Verbindung halten

18. September 2020 by Pia Härtel Posted in: Aktuelles, Glaube & Leben, Gottesdienste

Liebe Leserinnen und Leser,

am Sonntag feiern wir Konfirmation anders als sonst. Am Samstag und Sonntag werden 27 der 33 Jugendlichen, die seit Sommer letzten Jahres den Konfirmandenunterricht besucht haben, eingesegnet. Sechs Jugendliche verschieben die Konfirmation auf einen späteren Zeitpunkt. Damit wir in Corona-Zeiten die nötige Vorsicht einhalten, feiern wir sechs Gottesdiensten und aus jeder Familie dürfen nur sechs Menschen an der Konfirmation teilnehmen. Um niemanden zu gefährden, müssen wir umdenken. Wie schnell sich das Virus auf einem Fest und durch einen Gottesdienst verbreiten kann, mussten wir in den vergangenen Monaten leider lernen.

Deshalb experimentieren wir damit, wie wir gleichzeitig die innere Verbindung zueinander und den körperlichen Abstand voneinander halten können. Dass dies geht, haben wir schon mit unserem digitalen Vorstellungsgottesdienst erlebt. Von zuhause aus haben die Jugendliche sich zusammengeschaltet und gemeinsam mit ihren Familien ganz anders aber eindrucksvoll Gottesdienst gefeiert.

Das Internet, Smartphones, Tabletts und Computer helfen miteinander in Verbindung zu bleiben. Darin sind die jungen Leute wirklich gut. Ganz schnell werden per WhatsApp, Instagram & Co untereinander Bilder, Videos und Nachrichten getauscht. (Bild von Gerd Altmann auf Pixabay): Die Lösung für die Mathe-Hausaufgaben oder ein komisches Video genauso wie Liebesbotschaften. Herzchen, Smilies und viele andere Emojis drücken dabei Gefühle aus. Manchmal ist gar ein Hilferuf dabei. Hoffentlich schickt dann jemand etwas Tröstendes und Helfendes zurück und es gerät nicht in falsche Hände.

Das Internet hilft uns in Verbindung zu bleiben. Das ist gut so. Aber manchmal reißt auch die Verbindung ab. Nicht immer ist ein Funkloch oder ein leerer Akku dran schuld. In jedem Leben gibt es Krisenzeiten, in der die Verbindung gestört ist: Ärger in der Familie, Liebeskummer, Stress in Schule und Beruf, Krankheit und Abschied. In den letzten Monaten mussten viele spüren, wie schwer es werden kann, auf sich allein gestellt zu sein.

Gut, wenn dann einer trotzdem Acht hat und sich um Verbindung bemüht. Das muss nicht das Klingeln des Handys sein. Ein liebes Wort, ein freundlicher Blick, eine Umarmung auch mal mit Maske – und ich merke: Ich bin nicht allein und abgeschnitten. Es geht weiter. Vertrauen baut sich auf. Die Verbindung, die so entsteht, ist nicht die, der High-Tech-Welt mit Flatrate und Highspeed-Internet und auch nicht die Sicherheit eines Lebens mit Erfolg, Karriere, hohem Lebensstandard und immerwährendem Fortschritt.

Das Vertrauen, das sich aufbaut, hat etwas mit Liebe und der Erfahrung des Glaubens zu tun. Es gibt eine Verbindung, die auch in Krisen trägt, weil ich ein Gotteskind bin – geliebt, nicht weil ich so klug, erfolgreich und schön bin, sondern einfach, weil Gott mich liebt. Gott hält Verbindung, auch wenn mein Akku mal leer ist und ich nichts mehr in der Tasche habe, um meine Karte aufzuladen.

Gott hält Empfang, auch wenn wir es gar nicht erwarten. Da kann ich ehrlich sein. Ich kann lieben – mit all meinen Stärken und Schwächen. Ich kann fröhlich und traurig sein – und werde geliebt. Wenn wir dies den jungen Menschen mit auf den Weg geben, dann brauchen wir uns, um sie keine Sorgen zu machen, denn die Verbindung hält – auch mit Abstand. Und für die Gäste, die nicht an den Konfirmationen teilnehmen können, übertragen wir die Gottesdienste digital, so halten auch sie ein Stück Verbindung.

Bleibt behütet!
Ihr und Euer Pfarrer Heinrich Schwarz

Mittagsgebet

Niemand kann von sich aus so leben, wie es uns mit dem Glauben zugemutet ist. Die Konfirmanden und Konfirmandinnen, ihre Eltern und Paten und wir alle brauchen dazu Ermutigung und Hilfe. Gott, unser Vater, wir bitten für die Jungen und Mädchen, die du uns anvertraut hast:

Gib ihnen deine Gnade, Schutz und Schirm vor allen Argen, Stärke und Hilfe zu allem Guten, dass sie bewahrt werden zum ewigen Leben, durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Bruder.

Amen

DANKE

11. September 2020 by Pia Härtel Posted in: Aktuelles, Erwachsene, Frauenhilfe

Unserer Einladung beim Café Sahnehäubchen „to go“ für den Kaffeetisch Kuchen zu kaufen, sind wieder viele Freundinnen und Freunde des süßen Genusses gefolgt. Sie konnten unter fünfundzwanzig verschiedenen Torten und Kuchen auswählen. Von Schokosahne über diverse Käsekuchen mit und ohne Obstfüllung bis zum frisch gebackenen, noch etwas warmen Streuselkuchen sowie saisonalen „Quetschekuche“ hatten wir alles im Angebot.

Allen Bäckerinnen und auch den Helferinnen beim Verkauf ein herzliches Dankeschön!
Der eingekommene Betrag steigert das Spendenaufkommen für das neue Gemeindehaus. Wann der Verkauf weitergeht, lesen Sie rechtzeitig auf unserer Website und im Rodenbach Kurier.

Für die Frauenhilfe
Ute Philipp

Neuer Nähkurs beginnt ab 15. September 2020

11. September 2020 by Pia Härtel Posted in: Aktuelles, Erwachsene, Nähkurs, Veranstaltungen

Haben Sie Interesse am Nähen?

Am Dienstag, 15. September 2020 startet ein neuer Nähkurs und findet jeweils dienstags von 9:00 bis 11:45 Uhr
im Evangelischen Gemeindehaus in der Gartenstraße 2 statt.

Unter fachmännischer Anleitung und in netter Gesellschaft schneidern Sie ohne Themenvorgabe Ihr mitgebrachtes Objekt oder fertigen ein einzigartiges Stück. Ziel ist es, individuelle Nähprojekte und Ideen mit viel Spaß und Begeisterung kreativ umzusetzen. Professionelle Hilfestellung und Tipps sind dabei selbstverständlich.

Die Kursgebühr für zehn Vormittage beträgt ca. 55 Euro, ein Schnuppervormittag kostet 7,50 Euro.
Für weitere Informationen und Anmeldungen steht Frau Engler, Telefon 06184-50060, eMail: christel.engler@ekro.de gerne zur Verfügung.