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Ökumenisches Friedensgebet am 16. November um 18 Uhr

Friede in deinen Mauern,

Geborgenheit in deinen Häusern!

Psalm 122,7

Unter diesem Leitwort, das aus dem Buch der Psalmen (Ps 122,7) entnommen ist, soll das diesjährige ökumenische Friedensgebet stehen, zu dem nicht nur die Christen unterschiedlicher Konfessionen für Freitag, 16. November 2018, ab 18 Uhr in die Evangelische Kirche Rodenbach sehr herzlich eingeladen sind … weiterlesen.

Friedensgebet2018

 

Gottesdienst zum Buß- und Bettag am 21. November um 18 Uhr

Heute einen Krieg beenden

Wer einen Krieg beenden will, muss ein Zeichen setzen. Er muss seinem Feind die Hände reichen. Nur so kann Frieden einkehren. Durch einen Sieg allein wird ein Krieg nicht wirklich zu Ende geführt. Erst wenn beide – Sieger und Besiegte – aufeinander zugehen, kann Verständnis füreinander – vielleicht sogar eine Freundschaft – wachsen. Aber die Hinwendung zum Frieden ist meist sehr schwer.

Da braucht es Einsicht, den Willen zum Frieden und bewusste Schritte der Umkehr. Das gilt nicht nur für die großen weltpolitischen Ereignisse, sondern ebenso mitten in unserem Alltag, für all die persönlichen Kleinkriege und Sticheleien, die wir führen oder erleiden. So kann sich jeder und jede von uns fragen: Wie viele Kriege habe ich eigentlich schon geführt? Wie viele von ihnen beendet?

Das diesjährige Motto des Buß- und Bettages „Heute einen Krieg beenden“ soll daran erinnern, dass Scheitern zum Leben gehört, aber auch daran, sich immer wieder neu auf das Leben zu besinnen und anderen die Hand auszustrecken.

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Bischofs-Chat

Zum Thema lädt Bischof Prof. Dr. Martin Hein wieder zum Chat ein. Er ist am

Buß- und Bettag, 21. November,

von 20 bis 21 Uhr online

über die Seite www.busstag.de zu erreichen.

 

 

Vor 80 Jahren – Pogromnacht am 9. November 1938

Sie waren unsere Nachbarn

… Irgendwann waren sie einfach weg

Am Freitag, 9. November 2018 luden die Gemeinde Rodenbach, die beiden Kirchengemeinden in Rodenbach, der Freundeskreis Medientreff Rodenbach e.V., der Rodenbacher Geschichtsverein e.V. und die Aktion “Demokratie Leben Erlensee-Rodenbach” zu einer Gedenkveranstaltung  aus Anlass des 80. Jahrestages der Novemberprogrome 1938 ein.

Im Mittelpunkt stand dabei die Lebens- und Leidensgeschichte des ersten Rodenbacher Arztes, Dr. Julius Blumenthal, und seiner Familie. Christina Mayer aus Oberrodenbach befasste sich 2011 als Abiturientin am Grimmelshausen-Gymnasium Gelnhausen mit der Geschichte dieser jüdischen Familie aus Rodenbach. In einem ebenso beeindruckenden wie bedrückendem  Vortrag „Irgendwann waren sie einfach weg!” hatte sie anlässlich der Ausstellung „Legalisierter Raub – Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933-1945“ die Ausgrenzung, Enteignung, Deportation und Ermordung der Familie Blumenthal dokumentiert. Da sie selbst aufgrund Prüfungsvorbereitungen für ihr Staatsexamen nicht an der Gedenkveranstaltung teilnehmen konnte, hielt Pfarrer Heinrich Schwarz an ihrer Stelle diesen Vortrag noch einmal. Der Vortrag wurde auch im Mitteilungsblatt des Zentrums für Regionalgeschichte des Main-Kinzig-Kreises im Jahr 2012 veröffentlicht.

Roman Kupferschmidt (Klarinette) und Alik Texler (Akkordeon) öffneten mit ihrer Klezmer-Musik den Anwesenden einen Weg, um der Leidensgeschichte der Familie Blumenthal für sich selbst emotional nachgehen zu können.

Als Zeitzeugin konnte die Oberrodenbacherin Maria Peter berichten, wie Dr. Blumenthal als anerkannter und geschätzter Arzt in Rodenbach gewirkt hat. Um so unbegreiflicher ist es, dass er und seine Familie, wie 22 weiter Menschen jüdischen Glaubens oder Herkunft, während der Nazi-Herrschaft dennoch ohne erkennbaren Proteste ihrer Rodenbacher Mitbürger entrechtet und ermordert und andere ins Exil getrieben werden konnten.

Das Schicksal dieser Rodenbacher Bürger jüdischen Glaubens oder Herkunft hat Walter Geppert in seiner Dokumention “Sie waren unsere Nachbarn” recherchiert und dokumentiert. Das zwischenzeitlich vergriffene Buch wurde jetzt nachgedruckt und konnte noch einmal von ihm vorgestellt werden.

Pfarrer Schwarz forderte erneut die Erinnerung an die Menschen jüdischen Glaubens oder Herkunft durch Gedenktafeln an den Häusern, in denen sie einst gewohnt haben, wach zu halten. Auch den Vorschlag des Geschichtsvereins von 2013, künftig eine Straße nach Dr. Blumenthal zu benennen, griff er auf und bestärkte ihn.

… lesen Sie auch den Artikel in unserem Gemeindebrief dazu: Bahnhof Niederrodenbach am 5.9.1942 ab 9.22 Uhr: Abfahrt in den Tod.

 

Letztes Erntedankfest im Ev. Gemeindezentrum

statt 1. Erntedankfest unter den Linden

Edf-2018_Plakat-Ortswechsel-webDas erste Erntedankfest unter den Linden muss noch warten. Nach zuletzt sieben Jahren hintereinander auf der Kirchstraße, wolle sich am Ende doch auch das Gemeindezentrum noch einmal beim Erntedankfest verabschieden, bevor im kommenden Jahr der Bagger kommt.

Viele nette Menschen kamen und haben mit uns gefeiert, bei Erbsensuppe und Bratwürstchen, Kaffee und Kuchen, Waffeln, Wein und Klosterbier … und alle waren sie wieder dabei: Die Frauenhilfe, unsere Konfis, die Pfadfinder, der Eine-Welt-Laden … und viele fleißige Menschen, die das alles wieder perfekt vorbereitet und durchgeführt hatten. Danke!

Und schauen wir mal, wie’s nächstes Jahr unter den Linden wird.

2018-09-23 10.52.18Beeindruckend war auch der Gottesdienst, den rund 200 Menschen mit unseren “Kieselsteinen”, “Sunrise” und mit Pfarrerin Jana Michels sowie mit Bille, unserer Kirchenmaus, und ihrem Freund Fridulin gefeiert haben.

 

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